Einladung zur Bildungsreise 2015

August 7th, 2015

„Selbstvergewisserung zu Auschwitz“

(nach Krakau, Oswiecim und Warschau) vom 19. bis 25. Oktober 2015.

der Kurt und Herma Römer Stiftung (Hamburg).

„So vergessen Sie doch! Sie müssen doch auch vergeben können“: mit diesem Zitat illustrierte Inge Deutschkron im Bundestag die Meinung vieler Deutscher in der Nachkriegszeit. Es sind perfide Sätze, die die Schuld umkehren sollen: von der Schuld, derjenigen, die beim Morden zugeschaut haben, in eine derjenigen, die dem Morden gerade erst mit Glück entronnen waren. Es waren bleierne Zeiten, als Oberbürgermister Grußworte zu Treffen der SS-Leibstandarte Adolf Hitler fanden und die wenigen Strafverfolger der Naziverbrechen ihres Lebens nicht sicher sein konnten. Fast alle Angehörigen dieser Schwamm-drüber!-Genration sind längst verstorben. Ihr Wunsch wird sich nicht erfüllen. Die meisten Deutschen haben begriffen, dass man aus der Geschichte nicht aussteigen kann. Längst geht es dabei mehr um die eigene Schuld, Nein, die Deutschen sind nicht verpflichtet, dreimal in der Woche der Naziverbrechen und der Untaten ihrer eigenen Urgroßväter zu gedenken. Sie müssen auch nicht jede Sonderausstellung besichtigen. Es reicht, wenn ihnen bewußt ist, daß die NS-Verbrechen ein Teil ihrer eigenen, ganz persönlichen Geschichte sind.“

(Klaus Hillenbrand in der taz, die tageszeitung, 2.Februar 2013)

Einladung zur Studienreise

„Selbstvergewisserung zu Auschwitz“

(nach Krakau , Oşwięcim und Warschau)

vom 19. bis 25. Oktober 2015

Im vergangenen Jahr besuchten über eineinhalb Millionen Menschen die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Sechs Prozent davon waren Deutsche. Sie lagen nach polnischen, britischen, US-amerikanischen und italienischen Besucher_innen auf dem fünften Platz. Fast zwei Drittel sind junge Menschen.

Dieser Tatort des nationalsozialistischen Deutschland gehört heute zu den wichtigen Zielen individuellen europäischen Tourismus, denn das Interesse am Holocaust wächst weiter.

Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau hat mit im westeuropäischen Vergleich geringen finanziellen Mittel einen aufklärenden, würdigen und berührenden Ort der Erinnerung für allein reisende Besucher_innen genauso für Familien mit Kindern (ab 12 Jahren) wie für Gruppen geschaffen.

Dadurch wird natürlich das Unbegreifliche des industriell organisierten Mordes an jüdischen Menschen aus ganz Europa nicht begreiflicher.

Es gibt aber gute Chancen, sich vor Ort selbst zu vergewissern.

Für Menschen, die das nicht alleine tun wollen, bietet die Kurt und Herma Römer Stiftung jährlich Studienreisen für Erwachsene zur „Selbstvergewisserung zu Auschwitz“ nach Krakau und Oşwięcim zum Selbstkostenpreis an. In Krakau geht es um die Stationen der jüdischen Opfer vor der Deportation in den Tod und ihr Leben vor 1940. Mittlerweile schließt die Reise mit einem Besuch im POLIN-Museum zur tausendjährigen Geschichte der jüdischen Polinnen und Polen in Warschau ab. Die Reisegruppe stammt in der Regel aus alten und neuen sozialen Bewegungen in der Altersgruppe ab Mitte 30 bis beweglichen 70plus Interessent_innen.

Da dieses Projekt seit fast zwanzig Jahren selbstorganisiert durchgeführt wird, entstand auch eine „freie Nachfrage“, die die Stiftung gerne annimmt.

LIEBER NICHT ALLEIN

Im Laufe der langen Zeit hat sich herausgestellt, dass sich manche politisch aufgeklärte Menschen scheuen, allein in das ehemalige deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz zu reisen und eine „sichere Gruppe“ mit humanistischem Resonanzboden bevorzugen.

Vor allem für derart Interessierte ist das Programm der Reise angelegt. 2015 gibt es Abreiseorte in Hamburg, Berlin und München, sowie Vorbereitungstreffen in

  • München (ÄNDERUNG TERMIN: jetzt Samstag, 5.September 2015|15 Uhr im Gewerkschaftshaus München, Schwanthalerstraße 64 beim DGB Bildungswerk) und in
  • Hamburg (Samstag, 26.September 2015|15 Uhr im Centro Sociale, Sternstraße 2|Hamburg, gegenüber U-Bahn „Feldstraße“).

Literatur zur Vor- und Nachbereitung:

  •  Sybille Steinbacher, Auschwitz – Geschichte und Nachgeschichte (das Buch wird jedem/r Mitreisenden zur Verfügung gestellt und mit dem Kostenbeitrag abgedeckt)
  • Primo Levi, Ist das ein Mensch?
  • Götz Aly, Susanne Heim, Vordenker der Vernichtung, Auschwitz und die deutschen Pläne für eine neue europäische Ordnung

Kostenbeitrag/Reisepreis 2015:

ab/bis Hamburg oder München: € 740,00, ab/bis Berlin: € 690,00

In dem Kostenbeitrag/Reisepreis sind folgende

Leistungen enthalten:

  • Bahnfahrten ab Hamburg/München/Berlin nach Krakau und Warschau und zurück sowie die Regionalbahnfahrten von Krakau nach Oswiecim und zurück sowie Straßenbahn/Bus in Krakau und Warschau
  • Vier Übernachtungen in Hotel (Mittelklasse) in Krakau und jeweils eine Übernachtung in Oswiecim und Warschau (bei Einzelzimmer Zuschlag von € 110,00)
  • „Verpflegung“ wie Halbpension: Frühstück und täglich ein warmes Essen in einer Gaststätte (2-3 Gänge, abwechslungsreich, auf Wunsch vegetarisch, Wasser, Tee/Kaffee)
  • Kosten des angebotenen Programms sowie Übersetzungen (polnisch)
  • Leseheft zur Vorbereitung und das Buch von Sybille Steinbacher
  • Sicherungsschein nach § 651 k GBG durch Ex Oriente Lux GmbH, Berlin
  • Veranstalterin: Kurt und Herma Römer Stiftung, Hamburg

Anmeldeschluss: 15. September 2015

Programm der Bildungsreise:

Programm der Studienreise nach Krakau und Oswiecim 2015

Anmeldeformular:

Anmeldung Studienreise Krakau Oswiecim Warschau Oktober 2015

Öffentliche Führungen zur “Trauernden” in Neubrandenburg

August 7th, 2015

Noch zwei öffentliche Führungen zur „Trauernden“ und ihrem gedenkpolitischen Umfeld:

Samstag, den 8. August um 15 Uhr und

Samstag, den 12. September um 15 Uhr

ab dem Regionalmuseum Neubrandenburg

Neubrandenburg – Interessierte Besucher und Bürger der Stadt haben noch am kommenden Samstag, den 8. August und am Samstag, den 12. September Gelegenheit, an öffentlichen Führungen zur „Trauernden“, dem neuen Gedenkort zur nationalsozialistischen Zwangsarbeit von über sechstausend KZ-Häftlingen, und seinem Umfeld in der Innenstadt teilzunehmen. Treffpunkt ist jeweils der Eingang zum Regionalmuseum in der Stargarder Straße gegenüber dem Bahnhof. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme kostenfrei.

"Im Morgenlicht"

“Im Morgenlicht”

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Spaziergänge dauern ca. vierzig Minuten und werden im August von Jill Schwidurski und Karl-Erich Hauschildt und im September von Elke Nolze und Elli Heiden begleitet. Neben der Erläuterung der künstlerischen Idee zur Skulptur und dem geschichtspolitischen Hintergrund erhalten Interessierte die Möglichkeit, sich stadthistorisch am Standort und dem Umfeld über das Opfer und die Not der KZ-Häftlinge aus Ravensbrück und der ermordeten jüdischen Neubrandenburger ein eigenes Bild zu machen. Seit der Übergabe der von dem Bildhauer Wolfgang Friedrich geschaffenen Skulptur im April haben fast hundert Personen die Gelegenheit zu diesen Führungen genutzt, die danach erst ab März 2016 wieder öffentlich angeboten werden.

Wer zusätzlich Interesse an solchen Führungen in Gruppen kann dies im Regionalmuseum anmelden oder sich unter der Telefonnummer 0800 787 28 54 (kostenfrei) informieren.

Feierliche Einweihung des Gedenkorts “TRAUERNDE” in Neubrandenburg am 17.4.2015

März 22nd, 2015

Einladung zur feierlichen Einweihung des Gedenkorts “Trauernde” für die weiblichen Opfer nationalsozialistischer Zwangsarbeit in Neubrandenburg

Freitag, 17. April 2015, 11 Uhr
17033 Neubrandenburg
2. Ringstraße / Stargarder Straße 2

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Link zur Einladung_Einweihung_Trauernde

Link zum Programm 70. Jahrestag des Konzentrationslages Ravensbrück


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Micheline Maurel

Die sehr lebensfrohe Jewgenija Kljonowa wurde mit 17 Jahren von der Krim nach Deutschland verschleppt, Micheline Maurel wurde als 26-Jährige im Südwesten Frankreichs von der Gestapo festgenommen und 1943 zur Zwangsarbeit nach Neubrandenburg gebracht. Sie verstarb 2009. Beide gehörten zu den mehr als 6.000 europäischen Zwangsarbeiterinnen vor allem aus Polen, der ehemaligen Sowjetunion und Frankreich, die in Neubrandenburger Rüstungsbetrieben unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten mussten. Mitten in der Stadt wuchsen mit den Häftlingen aus dem Frauen-KZ Ravensbrück zwei Außenkommandos in Lagern an der Ihlenfelder Straße und im sogenannten Waldbaulager heran. Eine solche Konzentration weiblicher Zwangsarbeit gab es im deutschen Reichsgebiet selten.
Die Erinnerung an dieses Verbrechen der Nazis an tausenden Frauen hat bundesweite Bedeutung.

Auf Initiative des Demokratischen Frauenbundes e. V. ist ein zivilgesellschaftliches Projekt entstanden, das eng mit der Standverwaltung daran arbeitet, im Herzen Neubrandenburgs neben dem Frauenehrenmal in der Oststadt, der Gedenktafel und den Stelen in der Nordstadt zum 70. Jahrestag der Befreiung der Zwangsarbeiterinnen einen öffentlich zugänglichen Gedenkort für die Frauen, die unter der NS-Zwangsarbeit und KZ-Haft litten, zu schaffen. Er wird am Freitag, den 17. April um 11 Uhr an der Stadtmauer in der Nähe des ehemaligen Franziskanerklosters (heute Herberge des neuen Regionalmuseums) der Öffentlichkeit übergeben.

Shenja K. an der Mauer der Nationen

Jewgenija Kljonowa

Dieser neue Gedenkort soll mit einer Bronzeplastik des Mecklenburger Bildhauers Wolfgang Friedrich aus Rostock („Trauernde“) Besucherinnen und Besucher zum Nachdenken über die Verbrechen des historischen Nationalsozialismus und die aktuellen rechtsextremistischen Gefahren anregen. Kunst setzt vor allem im öffentlichen Raum starke positive Energien frei; diese Skulptur wird den Betrachtenden einen bleibenden humanistischen Impuls geben können.

Auf den Spuren des Arbeitserziehungslager Wilhelmsburg (1943-1945)

Mai 13th, 2014

Fahrradtour (ca. 15 km) am Donnerstag, den 29.5. 2014

Start am www.centrosociale.de

Sternstraße 2, 20357 Hamburg

von 13 – ca. 16 Uhr

zu verschiedenen Stationen, über die ehemalige Viktoria-Kaserne Altona bis nach Wilhelmsburg zum Reiherstiegpark.

ÄNDERUNG:

Zum Abschluss der Tour möchten wir die Teilnehmenden zu einem gemeinsamen Essen in der Pizzeria SICILIAMO einladen.

ab 15:30 Uhr
Pizzeria SICIALIAMO
Georg- Wilhelm-Straße 9 a
21107 Hamburg
ÖPNV ohne Fahrrad Haltestelle „Vogelhüttendeich“ (von da zwei Minuten zu Fuß)
mit dem „13“er Bus Richtung „Veddel“ ab S-Bahnhof „Wilhelmsburg“

Der früher angekündigte Grillabend findet nicht statt.

Dieser Veranstaltung  ist gleichzeitig die letzte öffentliche Veranstaltung der “Krim-Initiative”.

“Auf den Spuren des Arbeitserziehungslager Wilhelmsburg (1943-1945)”

Das Arbeitserziehungslager (AEL) Wilhelmsburg wurde im April 1943 auf Antrag der Gestapo Hamburg eingerichtet. In den Planungen 1941 waren die AEL noch maßgeblich zur “Disziplinierung” der deutschen Arbeiter gedacht. Im Zuge des flächendeckenden Einsatzes von ausländischen ZwangsarbeiterInnen bilden diese auch zunehmend die Häftlinge in den AEL. Bisher lassen sich Häftlinge aus mindestens 15 Ländern nachweisen, darunter große Teile der ehemaligen chinesischen Community aus St. Pauli. Im AEL sollten den Häftlingen jeglicher Widerstandswille gebrochen werden. Dafür sollten die Bedingungen sehr hart sein, was angeblich durch die befristete Haftzeit möglich sein sollte. Mindestens 182 Menschen überlebten die Haftzeit in Wilhelmsburg jedoch nicht. Diejenigen, die überlebten, kamen schwer gezeichnet in die Betriebe zurück, wo sie dem Rest der Belegschaft als Abschreckung dienen sollten.

Der Historiker Martin Reiter stellt den aktuellen Stand seiner Recherchen zum bisher kaum erforschten AEL Wilhelmsburg auf einer Radtour vor, die zwischen Altona und Wilhelmsburg an mehreren Stationen Halt macht.

Zwangsarbeit in der NS-Zeit und Entschädigung der NS-Zwangsarbeiter

April 4th, 2014

Veranstaltung im www.centrosociale.de

am Montag, dem 07.04.2014, um 19:30 Uhr

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe “Erinnerung bewahren”. Im Namen der Krim-Initiative und der Arbeitsgemeinschaft Neuengamme laden wir zu der Veranstaltung ´Zwangsarbeit und Entschädigung´ ein. Es werden zwei Vorträge von ca. 30 bis 45 Minuten zu folgenden Themen gehalten, im Anschluss gibt es die Möglichkeit für Fragen und Diskussion

„Dimensionen der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“
Vortragender ist Christian Hartz, Sozialökonom und freier Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

“Die Geschichte der verhinderten Entschädigung von 1949 bis heute”:
Dr. rer. Pol. Anja Hense, wird dieses Thema anhand ihrer Promotion zum Thema “Entschädigung für NS-Zwangsarbeit” an der Uni Hamburg vorstellen. Die Dissertation ist unter dem Titel “Verhinderte Entschädigung. Die Entstehung der Stiftung ‘Erinnerung, Verantwortung und Zukunft’ für die Opfer von NS-Zwangsarbeit und ‘Arisierung'” publiziert worden. Anja Hense ist derzeit tätig als Koordinatorin beim Fachdienst für Familien/Pflegekinderdienst PFIFF.

Einladung zur Bildungsreise 2014:

April 4th, 2014

„Selbstvergewisserung zu Auschwitz“

(in Krakau und Oswiecim) vom 13. bis 18. Oktober 2014.

der Kurt und Herma Römer Stiftung (Hamburg) ,
u.a. in Koooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG (München).

Die Kurt und Herma Römer Stiftung lädt jährlich zu Studienreisen nach Krakau und Oswiecim für Erwachsene zur „Selbstvergewisserung zu Ausschwitz“ zum Selbstkostenpreis an. Dies erfolgt meist in Zusammenarbeit mit einer interessierten Gruppe aus alten und neuen sozialen Bewegungen. Da dieses Projekt seit fast zehn Jahren selbstorganisiert durchgeführt wird, entstand auch eine „freie Nachfrage“, die die Stiftung gerne annimmt. Es hat sich im Laufe der Zeit herausgestellt, dass zahlreiche, politisch aufgeklärte Menschen sich scheuen, alleine in das ehemalige deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz zu reisen und eine „sichere Gruppe“ mit humanistischem Resonanzboden bevorzugen.

Vor allem für derart Interessierte ist das Programm der Reise angelegt. 2014 gibt es Abreiseorte in Hamburg, Berlin und München, sowie Vorbereitungstermine in Hamburg und München.

Aktualisiertes Programm mit Termin für ein Vorbereitungstreffen in Hamburg:

Programm Hamburg der Studienreise nach Krakau und Oswiecim 2014

Programm der Bildungsreise:

Programm der Studienreise nach Krakau und Oswiecim 2014

Anmeldeformular:

Anmeldung 2014 Selbstvergewisserung zu Auschwitz

Das Arbeitserziehungslager in Wilhelmsburg

April 4th, 2014

Freitag, 4. April · 20:00 Uhr · Vortrag

Ort: Frappant e. V., Zeiseweg 9, Viktoria-Kaserne, 22765 Hamburg

Der Historiker Martin Reiter stellt aktuelle Ergebnisse seiner Forschungen über das bisher kaum erforschte AEL Wilhelmsburg vor. Anlässlich des
Veranstaltungsortes liegt ein Schwerpunkt auf dem Wachpersonal des AEL, das zu einem großen Teil in der Viktoriakaserne ausgebildet wurde.

Das Arbeitserziehungslager in Wilhelmsburg

Februar 9th, 2014

Vortrag von Martin Reiter, Historiker (Hamburg) am Montag, 10. Februar um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Wilhelmsburg    Eintritt frei

Für alle sichtbar, nah bei den Unternehmen, die davon profitierten, gab es in Wilhelmsburg nationalsozialistische Arbeitserziehungslager (AEL). Die Unternehmen konnten unangepasste Arbeiter_innen bei der Gestapo melden.

Ilja als Siebzehnjähriger

Im Gegensatz zur KZ-Haft kamen die Arbeiter_innen aus dem AEL in der Regel nach 56 Tagen, stark von der Haft gezeichnet, zurück in den Betrieb, wodurch auch die restliche Belegschaft eingeschüchtert werden sollte. Da die Haftzeit befristet war, sollte sie besonders hart sein. Für viele bedeutete das den Tod. Vor allem jungen Arbeiterinnen und Arbeiterinnen sollte jeglicher Widerstandswille gebrochen werden. Nachweislich lag das Alter der Häftlinge zwischen 15 und 64 Jahren.

Einer von ihnen war Ilja Sobeschtschanski (1925 – 2011), der Alter von 17 Jahren aus Simferopol von der Krim verschleppt und zur Arbeit auf der Stülcken-Werft gezwungen worden und zwei Monate im AEL Wilhelmsburg inhaftiert war.

Veranstalterin: Krim-Initiative „Neue Verantwortung für die Opfer faschistischer Zwangsarbeit in Norddeutschland“ / Gefördert von der Kurt und Herma Römer Stiftung, HamburgHerma Roemer und Ilja Sobeschtschanski

 

Konzert: Benefiz für ehemalige KZ-Häftlinge und ZwangsarbeiterInnen auf der Krim

Oktober 20th, 2013

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Wie mache ich mein Testament richtig?

Oktober 20th, 2013

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WARUM DIESES THEMA? Einige, bereits mit viel Kapital ausgestattete Hamburger Stiftungen werben massiv um „Zustiftungen“. Das hat auch bei der Kurt und Herma Römer Stiftung zu Nachfragen geführt. Denn auch aufgeklärte, libertär denkende Menschen aus den in den 1960er Jahren und im Folgenden politisierten Milieus der Stadt haben etwas aufgespart und denken darüber nach, was  damit nach ihrem Tod passieren sollte. Sie wenden sich eher an eine kleine Stiftung wie die unsrige. Unser Anliegen, noch überlebende Opfer der national-sozialistischen Zwangsarbeit direkt humanitär zu unterstützen und das Interesse an diesem Verbrechen durch Forschung und Bildungsarbeit wach zu halten, spricht sie an. Die Kurt und Herma Römer Stiftung nimmt bisher aber keine „Zustiftungen“, sondern „nur“ Spenden an. Bei den meisten Nachfragen überraschten die Unkenntnis und Unsicherheit beim Thema „Erbe und Testament“, die so gar nicht der sonst üblichen persönlichen Autonomie in unserem Freundes- und KollegInnenkreis entspricht. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, seien Sie herzlich zu einem offenen, fachlich ausgerichteten Informationsabend am 19. November 2013 von 18 bis 21:30 Uhr eingeladen. Weitere werden folgen.

Programm:
18:00 Uhr  Einlass (mit Getränken und belegten Broten)
18:30 Uhr  Begrüßung und Einleitung
18:45 Uhr  Fachvortrag von Joachim Kudoweh, Rechtsanwalt / Familienrecht, mit allen Angelegenheiten zum Erbe und Testamentsrecht
• Wann sollte unbedingt zu Lebzeiten ein Testament erstellt werden?
• Welche Regeln gelten in der gesetzlichen Erbfolge und bei den dann feststehenden Erbanteilen?
• Die Gestaltung eines Testaments: Aufbau/Struktur, Eindeutigkeit
• Unterschied von Erbe und Vermächtnis
• Notarielles oder handschriftliches Testament

19:30 Uhr  kurze Pause
19:40 Uhr  Fragen an den Referenten und Diskussion im Plenum
ca. 20:30    Ende des Plenums, danach: Gelegenheit zu Gesprächen mit dem Referenten und Vorstandsmitgliedern der Kurt und Herma Römer Stiftung und einer weiteren Rechtsanwältin beim Verzehr der restlichen Getränke/Brote
21:30 Uhr   Ende des Informationsabends
Moderation: Aline Zieher

Kostenbeitrag: Es wird um Anmeldung und um einen Kostenbeitrag von  € 30,00 auf das Konto 83900500 BLZ 20190003 bei der Hamburger Volksbank eG gebeten.

Link zum Anmeldeformular

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