Willkommen auf der Seite der Kurt und Herma Römer Stiftung in Hamburg. Wir widmen uns der humanitären Hilfe für ehemalige KZ-Häftlinge und ZwangsarbeiterInnen. Wir sammeln materielle und finanzielle Spenden, machen Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit und pflegen persönliche Kontakte zu der Vereinigung „Simferopoler Städtische Organisation der invaliden KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter“ auf der Krim. Wer postalisch mit uns Kontakt aufnehmen möchte, schreibe bitte andie Kurt und Herma Römer Stiftung, Postfach 500842, 22708 Hamburg.
Sie wollen sich engagieren?
Mindestens einmal im Monat trifft sich die Krim-Ini im Centro Sociale. Neue Aktive sind herzlich willkommen. Mail-Kontakt zur Krim-Initiative: kontakt ( at ) kurt-und-herma-roemer-stiftung.de
Aktuell (März 2010)
VERÖFFENTLICHUNG: Mit der kleinen Zeitung Respekt macht die Krim Gruppe / Kurt und Herma Römer Stiftung auf die Situation überlebender KZ-Häftlinge und ZwangsarbeiterInnen aufmerksam - verteilt u.a. als Beilage in der taz und der Wochenzeitung Freitag, Auflage: 100.000, hier als pdf download: 500 MB download, vier Seiten Zeitung
STIPENDIUM: Die Kurt und Herma Römer Stiftung vergibt Stipendien zur Förderung wissenschaftlicher Forschung, Aus- und Fortbildung.
Förderungsfähig sind Personen, die als Studierende an einer Hochschule eingeschrieben sind, oder Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die über die entsprechenden Qualifikationen (z.B. Hochschulabschluss) verfügen und beabsichtigen diese formal (z.B. zur Promotion) oder inhaltlich (z.B. durch Veröffentlichung) zu erweitern. Der Antrag auf Förderung ist schriftlich an die Vorsitzende der Stiftung, Frau Dr. Susanne Uhl, Bismarckstraße 106, 20253 Hamburg zu richten.
Richtlinien zur Vergabe von Stipendien der Kurt und Herma Römer Stiftung
Eine Fotoreportage und weitere Infos über den Simferopoler Verein invalider ehemaliger KZ-Häftlinge und ZwangsarbeiterInnen auf der Krim gibt es auf der Seite der Stiftung EVZ.
Veranstaltung mit Karl-Heinz Roth am 19.12. 2009 im Centro Sociale, Thema: Reemtsma und Zwangsarbeit im Tabakanbau auf der Krim während des Nationalsozialismus.
Das Herz unserer lieben Freundin und Mentorin Herma Römer blieb am 19. Juni 2009 stehen. Auf ihren ausdrücklichen Wunsch hin wurde sie anonym und ohne Trauerfeier in Hamburg bestattet. Sicher hätte Herma Römer sich über einen Spendenstrom zugunsten ihrer gemeinnützigen Stiftung gefreut - wir bitten deshalb darum, - statt Blumen - kleine und große Beträgeauf das Stiftungskonto (Hamburger Volksbank, Konto 83 900 500, BLZ 201 900 03) zu überweisen. Das Geld kommt direkt für die Unterstützung ehemaliger KZ-Häftlinge und ZwangsarbeiterInnen auf der Krim zugute. Herzlichen Dank.
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Zur Vorgeschichte der Krim-Initiative und der Stiftung:
2005 besuchten politisch engagierte Menschen aus Hamburg und dem Wendland die Halbinsel Krim, um dort einen praktischen Beitrag zur Erleichterung des Alltags Überlebender ehemaliger ZwangsarbeiterInnen und KZ-Häftlinge zu leisten. Es entstand eine regelmäßige Verbindung zur Vereinigung „Simferopoler Städtische Organisation der invaliden KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter“. Als selbst organisiertes Projekt hat die Vereinigung etwa 180 über das gesamte Gebiet der Krim verstreute Überlebende und Familienangehörige zusammengeschlossen. In Simferopol konnte die Gruppe ein kleines Haus als offene Begegnungsstätte einrichten.
Noch heute leben auf der Krim etwa 15.000 Frauen und Männer, die im Zweiten Weltkrieg verschleppt und ausgebeutet wurden. Für sie drängt die Zeit: In jedem Jahr sterben hunderte, ohne eine persönliche Wiedergutmachung von deutscher Seite erhalten zu haben. Viele sind schwerst behindert ans Haus oder sogar Bett gefesselt. Sie leben zum Teil unter nicht menschenwürdigen Verhältnissen. Soziale Isolation und bitterste Armut in hohem Alter führen dazu, dass sich immer mehr Überlebende weder allein versorgen noch notwendige medizinische Hilfe erreichen können. Ihr Leid begann als aus der Ukraine in das nationalsozialistische Deutsche Reich verschleppte Jugendliche (mit 14 bis 17 Jahren). Bei ihrer Rückkehr nach der Befreiung erlebten diese Menschen neues Leid.
Ihnen, die mit Gewalt zur Zwangsarbeit verschleppt worden waren, wurde Verrat am Vaterland und Zusammenarbeit mit „den Deutschen“ vorgeworfen. Sie hatten den Naziterror überlebt und wurden nun in der ehemaligen Sowjetunion interniert, in ihren staatsbürrgerlichen Grundrechten beschnitten und gesellschaftlich geächtet. Trotz Zusammenbruch des realsozialistischen Systems wurden sie nicht rehabilitiert. Selbst im Kreis ihrer Verwandten stoßen sie bis heute auf Unverständnis, wenn sie über die erlittenen körperlichen und seelischen Grausamkeiten sprechen wollen. Die Simferopoler Vereinigung arbeitet gegen das Desinteresse an. Ihr Netz erstreckt sich über die gesamte Krim und ist von staatlichen Strukturen unabhängig. Trotz geringer Eigenmittel können alle Mitglieder mit zusätzlichen Lebensmitteln, im Notfall medizinisch und mit kleinen Geldbeträgen unterstützt werden. Altenpflege nach bundesdeutschen Maßstäben gibt es noch nicht, aber menschliche Zuwendung in der Vereinigung und wachsender Respekt von außen stärkt die Widerstandskraft der Überlebenden. Nach dem Besuch 2005 fand sich die “Initiative Neue Verantwortung für die Opfer faschistischer Zwangsarbeit in Hamburg und Norddeutschland” (”Hamburger Gruppe / Krim-Initiative”) zusammen und hat die Vereinigung in Simferopol seitdem mit erheblichen Sach- und Geldspenden unterstützt.
Großzügige Hilfe u.a. aus den Gewerkschaften ver.di und GEW Hamburg sowie aus dem Umfeld der WählerInnenvereinigung REGENBOGEN konnte die Unterstützung stabilisieren. Etwa 50 Frauen in der Simferopoler Vereinigung sind ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Ravensbrück. Schon lange besteht eine Partnerschaft zum Fürstenberger „Förderverein der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück e.V.”, der sich die Hamburger Initiative sehr verbunden fühlt.
Herma Römer (geboren am 18.12.1919, gestorben am 19. uni 2009), eine seit Jahrzehnten sozial engagierte Hamburgerin, hat im Andenken an ihren 1984 verstorbenen Mann Kurt die Stiftung gegründet. Damit ging ihr gemeinsamer Wunsch, ihren Nachlaß einem sozialpolitischen Zweck zuzuführen, in Erfüllung. Am 11. März 2008 (Az. 922.43-106 (2232) wurde die Stiftung als rechtsfähig im Sinne des bürgerlichen Rechts anerkannt. Die Stiftung fördert nun die humanitäre Hilfe für die Überlebenden auf der Krim.
KURT UND HERMA RÖMER STIFTUNG
Kontakt: Tina Fritsche, Christoph Speier
Postfach 50 08 42, 22708 Hamburg,
Mail bitte an kontakt ( at ) kurt-und-herma-roemer-stiftung.de




August 3rd, 2008 at 20:57
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