Das Arbeitserziehungslager in Wilhelmsburg

Vortrag von Martin Reiter, Historiker (Hamburg) am Montag, 10. Februar um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Wilhelmsburg    Eintritt frei

Für alle sichtbar, nah bei den Unternehmen, die davon profitierten, gab es in Wilhelmsburg nationalsozialistische Arbeitserziehungslager (AEL). Die Unternehmen konnten unangepasste Arbeiter_innen bei der Gestapo melden.

Ilja als Siebzehnjähriger

Im Gegensatz zur KZ-Haft kamen die Arbeiter_innen aus dem AEL in der Regel nach 56 Tagen, stark von der Haft gezeichnet, zurück in den Betrieb, wodurch auch die restliche Belegschaft eingeschüchtert werden sollte. Da die Haftzeit befristet war, sollte sie besonders hart sein. Für viele bedeutete das den Tod. Vor allem jungen Arbeiterinnen und Arbeiterinnen sollte jeglicher Widerstandswille gebrochen werden. Nachweislich lag das Alter der Häftlinge zwischen 15 und 64 Jahren.

Einer von ihnen war Ilja Sobeschtschanski (1925 – 2011), der Alter von 17 Jahren aus Simferopol von der Krim verschleppt und zur Arbeit auf der Stülcken-Werft gezwungen worden und zwei Monate im AEL Wilhelmsburg inhaftiert war.

Veranstalterin: Krim-Initiative „Neue Verantwortung für die Opfer faschistischer Zwangsarbeit in Norddeutschland“ / Gefördert von der Kurt und Herma Römer Stiftung, HamburgHerma Roemer und Ilja Sobeschtschanski

 

Comments are closed.