Auf den Spuren des Arbeitserziehungslager Wilhelmsburg (1943-1945)

Fahrradtour (ca. 15 km) am Donnerstag, den 29.5. 2014

Start am www.centrosociale.de

Sternstraße 2, 20357 Hamburg

von 13 – ca. 16 Uhr

zu verschiedenen Stationen, über die ehemalige Viktoria-Kaserne Altona bis nach Wilhelmsburg zum Reiherstiegpark.

ÄNDERUNG:

Zum Abschluss der Tour möchten wir die Teilnehmenden zu einem gemeinsamen Essen in der Pizzeria SICILIAMO einladen.

ab 15:30 Uhr
Pizzeria SICIALIAMO
Georg- Wilhelm-Straße 9 a
21107 Hamburg
ÖPNV ohne Fahrrad Haltestelle „Vogelhüttendeich“ (von da zwei Minuten zu Fuß)
mit dem „13“er Bus Richtung „Veddel“ ab S-Bahnhof „Wilhelmsburg“

Der früher angekündigte Grillabend findet nicht statt.

Dieser Veranstaltung  ist gleichzeitig die letzte öffentliche Veranstaltung der „Krim-Initiative“.

„Auf den Spuren des Arbeitserziehungslager Wilhelmsburg (1943-1945)“

Das Arbeitserziehungslager (AEL) Wilhelmsburg wurde im April 1943 auf Antrag der Gestapo Hamburg eingerichtet. In den Planungen 1941 waren die AEL noch maßgeblich zur „Disziplinierung“ der deutschen Arbeiter gedacht. Im Zuge des flächendeckenden Einsatzes von ausländischen ZwangsarbeiterInnen bilden diese auch zunehmend die Häftlinge in den AEL. Bisher lassen sich Häftlinge aus mindestens 15 Ländern nachweisen, darunter große Teile der ehemaligen chinesischen Community aus St. Pauli. Im AEL sollten den Häftlingen jeglicher Widerstandswille gebrochen werden. Dafür sollten die Bedingungen sehr hart sein, was angeblich durch die befristete Haftzeit möglich sein sollte. Mindestens 182 Menschen überlebten die Haftzeit in Wilhelmsburg jedoch nicht. Diejenigen, die überlebten, kamen schwer gezeichnet in die Betriebe zurück, wo sie dem Rest der Belegschaft als Abschreckung dienen sollten.

Der Historiker Martin Reiter stellt den aktuellen Stand seiner Recherchen zum bisher kaum erforschten AEL Wilhelmsburg auf einer Radtour vor, die zwischen Altona und Wilhelmsburg an mehreren Stationen Halt macht.

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