Feierliche Einweihung des Gedenkorts „TRAUERNDE“ in Neubrandenburg am 17.4.2015

Einladung zur feierlichen Einweihung des Gedenkorts „Trauernde“ für die weiblichen Opfer nationalsozialistischer Zwangsarbeit in Neubrandenburg

Freitag, 17. April 2015, 11 Uhr
17033 Neubrandenburg
2. Ringstraße / Stargarder Straße 2

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Link zur Einladung_Einweihung_Trauernde

Link zum Programm 70. Jahrestag des Konzentrationslages Ravensbrück


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Micheline Maurel

Die sehr lebensfrohe Jewgenija Kljonowa wurde mit 17 Jahren von der Krim nach Deutschland verschleppt, Micheline Maurel wurde als 26-Jährige im Südwesten Frankreichs von der Gestapo festgenommen und 1943 zur Zwangsarbeit nach Neubrandenburg gebracht. Sie verstarb 2009. Beide gehörten zu den mehr als 6.000 europäischen Zwangsarbeiterinnen vor allem aus Polen, der ehemaligen Sowjetunion und Frankreich, die in Neubrandenburger Rüstungsbetrieben unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten mussten. Mitten in der Stadt wuchsen mit den Häftlingen aus dem Frauen-KZ Ravensbrück zwei Außenkommandos in Lagern an der Ihlenfelder Straße und im sogenannten Waldbaulager heran. Eine solche Konzentration weiblicher Zwangsarbeit gab es im deutschen Reichsgebiet selten.
Die Erinnerung an dieses Verbrechen der Nazis an tausenden Frauen hat bundesweite Bedeutung.

Auf Initiative des Demokratischen Frauenbundes e. V. ist ein zivilgesellschaftliches Projekt entstanden, das eng mit der Standverwaltung daran arbeitet, im Herzen Neubrandenburgs neben dem Frauenehrenmal in der Oststadt, der Gedenktafel und den Stelen in der Nordstadt zum 70. Jahrestag der Befreiung der Zwangsarbeiterinnen einen öffentlich zugänglichen Gedenkort für die Frauen, die unter der NS-Zwangsarbeit und KZ-Haft litten, zu schaffen. Er wird am Freitag, den 17. April um 11 Uhr an der Stadtmauer in der Nähe des ehemaligen Franziskanerklosters (heute Herberge des neuen Regionalmuseums) der Öffentlichkeit übergeben.

Shenja K. an der Mauer der Nationen

Jewgenija Kljonowa

Dieser neue Gedenkort soll mit einer Bronzeplastik des Mecklenburger Bildhauers Wolfgang Friedrich aus Rostock („Trauernde“) Besucherinnen und Besucher zum Nachdenken über die Verbrechen des historischen Nationalsozialismus und die aktuellen rechtsextremistischen Gefahren anregen. Kunst setzt vor allem im öffentlichen Raum starke positive Energien frei; diese Skulptur wird den Betrachtenden einen bleibenden humanistischen Impuls geben können.

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